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Was wir aus Erfurt mitnehmen

  • franziskaloewandow
  • vor 6 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Drei Erkenntnisse aus dem Austausch zur Dialyseinnovation



Die Erfurter Dialysefachtagung hat für uns vor allem eines bestätigt: Relevante Innovation entsteht nicht nur aus technischer Entwicklung, sondern aus dem direkten Austausch mit der Praxis. Drei Themen wurden in den Gesprächen besonders deutlich und eines davon werden wir im nächsten Beitrag noch genauer beleuchten.


Veranstaltungen wie die 34. Erfurter Dialysefachtagung sind für uns mehr als reine Sichtbarkeit im nephrologischen Umfeld. Sie sind eine wichtige Gelegenheit, Annahmen an der Praxis zu prüfen, bestehende Perspektiven zu hinterfragen und genauer zu verstehen, welche Themen im Versorgungsalltag wirklich Gewicht haben. Dass Renephro in relevanten nephrologischen und MedTech-Kontexten sichtbar ist, gehört zu den wichtigen Proof-Punkten der Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig geht es uns dabei nicht nur um Präsenz, sondern vor allem um Lernprozesse.


Aus den Gesprächen in Erfurt nehmen wir insbesondere drei Erkenntnisse mit.


1. Integration in das Mediapanel ist ein wichtiger Schritt für echte Integration

Ein wiederkehrender Punkt war die Frage, wie sich neue technologische Ansätze sinnvoll in bestehende Systeme und Abläufe einfügen lassen. Genau deshalb ist die Integrationsmöglichkeit in das Mediapanel ein relevanter Schritt. Denn in der Dialyse entscheidet nicht nur die technische Idee über Relevanz, sondern auch ihre Einbindung in die Realität des Behandlungsalltags.


Diese Perspektive passt auch grundsätzlich zu Renephros Entwicklungslogik. Die Technologie ist darauf ausgelegt, in die bestehende Medienversorgung integriert zu werden, statt ein vollständig neues System neben der Versorgungspraxis zu schaffen. Innovation wird dann besonders relevant, wenn sie klinisch sinnvoll und praktisch anschlussfähig ist.


2. Live-Kaliumprofiling ist in der Praxis ein relevantes Thema

Ein zweites wichtiges Signal aus den Gesprächen betrifft die praktische Relevanz von Kaliumindividualisierung. Besonders mit Blick auf die Versorgung in der Schweiz und in Österreich wurde deutlich, dass in der Praxis teilweise nicht nur zwei Standardkonzentrate verwendet werden, sondern bis zu sechs, um Kalium differenzierter anzupassen.


Für uns ist das ein wichtiger Hinweis. Es zeigt, dass die Individualisierung von Kalium in der klinischen Realität kein theoretisches Zukunftsthema ist, sondern bereits heute als relevante Stellgröße verstanden wird. Diese Rückmeldung passt auch zu Renephros Fokus auf eine patientenspezifischere Anpassung von Dialyseflüssigkeit, insbesondere bei Kalium und Kalzium.


3. Der Blutsensor wurde als entscheidender Hebel gesehen

Ein drittes Thema, das mehrfach aufgegriffen wurde, war die Rolle eines Blutsensors. In den Gesprächen wurde deutlich, dass Blutgasanalysen bei Patientinnen und Patienten häufig vor allem wegen des Kaliumwerts durchgeführt werden. Entsprechend groß ist das Interesse an einer Lösung, die den Kaliumwert live während der Behandlung erfassen kann.


Die zugrunde liegende Logik ist klar: Wenn relevante Werte während der laufenden Behandlung besser verfügbar sind, kann das nicht nur die Individualisierung unterstützen, sondern auch Prozesse effizienter machen. In den Fachgesprächen wurde dieser Punkt entsprechend sowohl unter dem Aspekt der Effizienzsteigerung als auch der möglichen Kosteneinsparung als hoch relevant eingeordnet.


Was wir daraus mitnehmen

Für uns hat Erfurt vor allem eines bestätigt: Dialyseinnovation sollte nicht aus Annahmen heraus entwickelt werden. Sie muss sich an den Fragen orientieren, die im klinischen Alltag tatsächlich gestellt werden. Der Austausch mit Fachpublikum hilft uns, technologische Entwicklung noch präziser an praktischer Relevanz auszurichten.


Renephro entwickelt eine patentierte Mischmodul-Technologie für eine individualisiertere Anpassung von Dialyseflüssigkeit und befindet sich in der Prototypenphase. Gerade in dieser Phase ist der Dialog mit Praxis, Nephrologie und Versorgungssystem besonders wertvoll. Er macht sichtbar, wo klinische Relevanz, Integration und operative Umsetzbarkeit zusammenkommen müssen.


Einen der Punkte aus Erfurt greifen wir im nächsten Beitrag gezielt auf: die neue Integrationsmöglichkeit und warum sie für die praktische Einbindung in bestehende Systeme besonders relevant ist.

 
 
 

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